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Ein kleines Teppich-Glossar...

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Antiker handgeknüpfter sehr großer Teppich Nr. 42454 Kerman Lavar Iran 21.7 x 13.1 feet

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Artikelnummer: 42454
Provenienz: Kerman Lavar
Ursprungsland: Iran
Größe: 21.7 x 13.1 ft
Herstellungsjahr: ca. 1840
Flor: Wolle
Fundament
(Kette und Schuss):
Baumwolle
Musterung: floral / Medaillon
Grundfarbe: beige
Bemerkungen: Dieses Stück wurde ausschließlich mit Pflanzenfarben gefärbt.
Preis (inkl. MwSt.): US-$ 650,000

Voraussichtliche Lieferzeit:
4 - 8 Werktage

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Mehr über die Provenienz Kerman Lavar | Iran

Kerman ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Süden Irans. Kerman Teppiche sind schon in einer Abhandlung vom Sekretär des berühmten Shah Abbas I. (1587-1629) erwähnt worden, der von "Teppichen mit Gold- und Silberfäden" sprach. Vom 16. Jahrhundert an können die Kerman-Teppiche durch erhaltene Exemplare jedes Jahrhunderts nachgewiesen werden. Seit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert bis heute zählt Kerman mit seinen großen Manufakturen wieder zu den bedeutendsten Knüpfgebieten des Iran. Kerman ist wohl die einzige größere Stadt in Persien, deren Bevölkerung in der Mehrzahl von der Teppichproduktion lebt. Das bekannteste der ungefähr 30 Dörfer der Umgebung Kermans, in denen Teppiche produziert werden, heißt Ravar (durch eine Lautverschiebung nun meist "Lavar" genannt). Kaufleute aus Kerman lassen dort besonders hochwertige Stücke nach Muster herstellen. Aus Ravar kamen und kommen ganz besonders feine Stücke, auch figurale und reiche Blüten-Kompositionen (Millefleurs). Der Kerman-Teppich wird oft beschrieben als "König der Teppiche, Teppich der Könige". Der alte und der neue Kerman zeichnen sich durch ein feines Flormaterial, sowie durch eine reiche florale oftmals barock anmutende Musterung aus. Kerman-Teppiche werden mit dem bei persischen Teppichen weniger verbreiteten persischen Knoten geknüpft, üblicher ist der türkische Knoten.

Die Wolle dieses Stücks wurde ausschließlich mit Pflanzenfarben eingefärbt, was bei Orientteppichen sehr selten geworden ist. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts haben synthetische Farben bei Orientteppichen Eingang gefunden. Seither haben sie immer mehr die Naturfarben verdrängt u.a. weil die Herstellung natürlicher Farben sehr zeitaufwendig ist. Der "Nimbus der Echtheit" wird jedoch im vollen Maße nur mit den Naturfarben erreicht. Pflanzenfarben werden aus Blättern, Blüten, Zweigen, Früchten und Wurzeln gewonnen und geben dem Orientteppich ein besonders harmonisches Aussehen. Im allgemeinen "altern" Orientteppiche mit organischen Farben schöner als mit chemischen/künstlichen, zudem werten Pflanzenfarben den Orientteppich auf. Die Regel ist jedoch leider, dass synthetische Farben genutzt werden auch wenn sie oftmals dennoch als Naturfarben verkauft werden, was dem Image und der Glaubwürdigkeit der Branche sehr schadet.



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